Basel Composition Competition

Kaum ein Musiker prägte das Basler Musikleben so stark wie Paul Sacher (1906–1999). Er widmete sich als Dirigent, Auftraggeber neuer Kompositionen sowie als Förderer und Mitglied zahlreicher Gremien und Institutionen vielseitig der zeitgenössischen Musik seines Jahrhunderts. Im Auftrag von Paul Sacher entstanden Werke wie Béla Bartóks «Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta», Bohuslav Martinůs «Toccata e due canzoni», Igor Strawinskys «Concerto en ré» und Arthur Honeggers «Sinfonie Nr. 4». 1973 gründete er die Paul Sacher Stiftung und etablierte sie später mit dem Nachlass von Igor Strawinsky sowie Sammlungen von Anton Webern und Bruno Maderna als Forschungsinstitution von internationalem Rang. Ganz im Geiste des 1999 verstorbenen Basler Dirigenten sollen die spannendsten Komponistinnen und Komponisten des 21. Jahrhunderts nach Basel geholt werden. In Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung veranstaltet die Artistic Management GmbH 2017 erstmals die «Basel Composition Competition», einen internationalen Kompositionswettbewerb unter der Leitung des Jurypräsidenten Wolfgang Rihm.

In einem Auswahlverfahren werden zehn Kompositionen nominiert, die im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs vom Sinfonieorchester Basel und vom Kammerorchester Basel aufgeführt werden. Die drei besten Kompositionen werden ausgezeichnet und erhalten Preisgelder über insgesamt CHF 100 000.-.

DIE ERSTE «BASEL COMPOSITION COMPETITION» FINDET VOM 16. BIS 19. FEBRUAR 2017 STATT.

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Schüler und Studenten: Freier Eintritt zu allen Konzerten dank der Förderung der L. und Th. La Roche-Stiftung

Wettbewerb

Die «Basel Composition Competition» richtet sich an Komponistinnen und Komponisten jeden Alters aus der ganzen Welt, die neue Werke komponieren und nach Basel zur Uraufführung bringen. Im Rahmen von drei Wettbewerbskonzerten und einem Abschlusskonzert, die zwischen dem 16. und 19. Februar 2017 stattfinden, werden drei Werke ausgezeichnet und mit Preisgeldern belohnt.

Preis

Die drei im Rahmen des Abschlusskonzerts ausgezeichneten Werke erhalten folgende Preisgelder:

Erstplatziertes Werk: CHF 60 000.-
Zweitplatziertes Werk: CHF 25 000.-
Drittplatziertes Werk: CHF 15 000.-

Die am Wettbewerb teilnehmenden Komponistinnen und Komponisten erhalten eine Anerkennungszahlung von CHF 1 000.-.

Jury

Wolfgang Rihm
Wolfgang Rihm

Jurypräsident, Komponist

Dr. Felix-Meyer
Felix Meyer

Direktor Paul Sacher Stiftung


Michael Jarrell
Michael Jarrell

Komponist

Oliver Knussen
Oliver Knussen

Komponist


Reglement

Das Wettbewerbsreglement kann hier heruntergeladen werden (PDF).

Häufige Fragen

Wer ist teilnahmeberechtigt?
Teilnahmeberechtigt sind Personen jeglichen Alters, jeglicher Nationalität und jeglichen Wohnorts.

Kann ich ein bereits vorhandenes Werk einreichen?
Der Wettbewerb bewertet neue, noch nicht aufgeführte Werke. Teilweise komponierte und für den Wettbewerb vervollständigte Werke können eingereicht werden, sofern das Werk - und auch Ausschnitte daraus - noch nie zur Aufführung gekommen sind.

Kann ich die Streicherbesetzung kürzen?
Die Besetzung für die Streicher sollte minimal 4-3-2-2-1 betragen.

Darf das Werk die Maximallänge überschreiten?
Werke, die mehr als 20 Minuten lang sind, können zum Wettbewerb nicht zugelassen werden.

Wann sind die Deadlines?
31. Mai 2016, 23.59 Uhr (MEZ): Anmeldefrist und Frist für Teilnahmegebühr
30. November 2016, 23.59 Uhr (MEZ): Abgabetermin der Partitur

Müssen sämtliche im Reglement angegebenen Instrumente eingesetzt werden?
Die im Reglement angebende Besetzung soll als grundsätzliche Richtlinie verstanden werden. Der Fokus der BCC liegt auf Werken für Kammerorchester mit der im Reglement angegebenen Besetzung, Abweichungen, sowohl in der Streicher- als auch in der Bläserbesetzung, können jedoch nach Absprache zugelassen werden, auch ggf. Sonderinstrumente. Nehmen Sie in jedem Fall frühzeitig Kontakt mit uns auf. Werke für Solo-Instrumente hingegen werden nicht akzeptiert. 

Kann mehr als eine Komposition eingereicht werden?
Nein, es kann lediglich eine Komposition pro Komponistin und Komponist eingereicht werden.

Ist Unvoreingenommenheit durch Anonymität gewährleistet?
Um die eingereichten Kompositionen jenseits der Komponistenpersönlichkeit zu bewerten, erfolgt die Bewertung der Werke durch die Jury anonym. Erst mit Bekanntgabe der nominierten Werke wird auch der Name des Komponisten bekanntgegeben. So steht den Bewerbern frei, sich auch unter einem Pseudonym zu bewerben. Spätestens bei den Wettbewerbskonzerten, bei denen eine Anwesenheit der Komponisten erwartet wird, entfällt jedoch die Anonymität oder das Pseudonym. Die Bewerber werden gebeten, Ihre Partitur ohne Angabe ihres Namens einzuschicken. Auf dem Umschlag oder einem separatem Blatt im Umschlag sollte Name und Adresse des Bewerbers zu entnehmen sein, damit eine Zuordnung seitens des Wettbewerb-Büros erfolgen kann.

Kann ich die Partitur elektronisch einreichen?
Die Partitur muss in gedruckter Form, oder als Manuskript eingereicht werden. Bitte senden Sie die Partitur rechtzeitig an die Adresse unter «Kontakt». Ausserdem wird darum gebeten, die Partitur oder das Manuskript zusätzlich in elektronischer Form einzureichen. 

Wie bezahle ich die Teilnahmegebühr?
Bitte überweisen Sie CHF 50.– auf folgendes Konto:

IBAN: CH63 0483 5006 2741 1100 2
BIC: CRESCHZZ80A
Lautend auf: Artistic Management GmbH, Basel
Verwendungszweck: Name, Vorname, Geburtsdatum

oder Via PayPal

Konzert

Höhepunkt der «Basel Composition Competition» bilden vier Konzerte, bei denen die zehn nominierten Werke uraufgeführt und drei davon ausgezeichnet werden.

Erstes Wettbewerbskonzert
16. Februar 2017, 15 Uhr, Theater Basel, Foyer
Kammerorchester Basel
Franck Ollu, Dirigent 

Tanapon Chiwinpiti (*1992): «glaciereskimo»
Hannah Hanbiel Choi (*1982): «Hide and Seek»
Luca Martin (*1962): «death dances4all»
Emre Dündar (*1972): «Récit-cadre»

Tickets

Zweites Wettbewerbskonzert
17. Februar 2017, 15 Uhr, Theater Basel, Foyer
Sinfonieorchester Basel
Francesc Prat, Dirigent 

Juan de Dios Magdaleno (*1984): «Die Bewegung der Zeit»
Victor Ibarra (*1978): «In Memoriam»
Pasquale Corrado (*1979): «After Last October»

Tickets

Drittes Wettbewerbskonzert
18. Februar 2017, 15 Uhr, Theater Basel, Foyer
Kammerorchester Basel
Franck Ollu, Dirigent 

Henrik Denerin (*1978): «Simulacrum»
Roberto Cima (*1967): «Vir temporis acti»
Thorsten Hansen (*1987): «Trames VII»

Tickets

Abschlusskonzert und Preisverleihung
19. Februar 2017, 11 Uhr, Theater Basel, Foyer
Kammerorchester Basel
Franck Ollu, Dirigent 
Sinfonieorchester Basel
Francesc Prat, Dirigent 

Tickets

Dirigenten und Orchester

Franck Ollu
Franck Ollu

Dirigent

Franck Ollu ist ein sehr vielseitiger Dirigent und wird weithin als Experte auf dem Gebiet der zeitgenössischen und französischen Musik anerkannt. Er pflegt eine seit langem etablierte Partnerschaft mit dem Ensemble Modern und ist ein gefragter Operndirigent.

Franck Ollu eröffnet die Saison 2015/16 mit seinem Debüt «Dusapins Penthesilea» an der Opera du Rhin. In der vergangenen Saison dirigierte er eine neue Koproduktion von Wolfgang Rihms «Jakob Lenz» an der Stuttgarter Oper und der La Monnaie. In der Zeit von 2011 und 2014 weist Franck Ollu viele Gegenbesuche und wichtige Debüts u.a. bei der Opera de Lille, der Deutschen Staatsoper Berlin, dem hr- Sinfonieorchester, der De Nederlandse Opera und dem Theatre Capitole de Toulouse auf. Er brachte Wolfgang Rihms «Jagden und Formen» mit dem Ensemble Modern bei den Salzburger Festspielen oft zur Aufführung. Franck Ollu führte Helmut Oehrings neue Oper «Die Wunde Heine» auf, mit der er gemeinsam mit dem Ensemble Modern zu den führenden europäischen Festivals, wie z.B. der MusikTriennale Köln, tourte und gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Konzerte in der Berliner Philharmonie gab.

Franck Ollu ist ein engagierter Lehrer sowie Mentor und pflegt Beziehungen zu der Londoner Royal Academy of Music, dem Royal College of Music und der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Franck Ollu wurde in La Rochelle in Frankreich geboren und studierte Musik in Paris.

Franscesc-Prat
Francesc Prat

Dirigent

Der Dirigent und Komponist Francesc Prat geniesst eine abwechslungsreiche Karriere mit besonderem Augenmerk auf dem Opernrepertoire und der Musik des XX-XXI Jahrhunderts.

Durch sein Interesse an der zeitgenössischen Musik besteht eine Verbundenheit zum Dirigenten Jürg Henneberger und zum Ensemble Phoenix Basel, sowie zu Gruppen wie das Barcelona 216 u.a. Als Dirigent und Performer wurde er mehrmals an den Gare du Nord und das Teatre Lliure Barcelona eingeladen.

Zurzeit ist er Ivor Boltons Assistent am Teatro Real in Madrid und seit der Saison 2012-2013 arbeitet er regelmäßig mit Josep Pons im Gran Teatre del Liceu in Barcelona zusammen. Er hat an mehreren Werken des zeitgenössischen Opernrepertoires (Haas, Sciarrino, Magrane, Parra, Barrett, Oehring u. a.) gearbeitet. Er dirigierte die Uraufführung von Roland Mosers «Oper Rahel und Pauline» (Lucerne Festival).

Als Komponist wurden seine Werke in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien uraufgeführt. Im Oktober 2012 fand die Uraufführung seiner ersten Oper in Basel (CH) statt.

Francesc Prat schloss seine erste musikalische Ausbildung am Escolania de Montserrat ab. Eine Fortsetzung des Studiums in Oboe, Klavier und Musiktheorie folgte am Conservatori-Superior Municipal de Música de Barcelona. Später absolvierte er das Kompositions-Studium bei Roland Moser an der Hochschule für Musik in Basel und das Dirigier-Studium an der Zürcher Hochschule der Künste.


Sinfonieorchester Basel
Sinfonieorchester Basel
Kammerorchester Basel
Kammerorchester Basel

Tickets und Verkauf

Tickets für die vier Konzerte werden ab November 2016 über kulturticket.ch und an den gängigen Vorverkaufsstellen in Basel erhältlich sein.

Über uns

Team

Die «Basel Composition Competition» wird von der Artistic Management GmbH mit Sitz in Basel veranstaltet.

Christoph Müller
Künstlerischer Manager

Thomas Märki
Projektleiter

Helene Seider
Projektmanagerin

Mail H

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Presse

Für Presseanfragen und eine Aufnahme in den Presseverteiler, kontaktieren Sie bitte 

Helene Seider
Projektmanagerin

Telefonnummer Helene

Mail H

 

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Paul Sacher Stiftung

Die Paul Sacher Stiftung wurde 1973 zunächst mit dem Ziel der Bewahrung der musikalischen Bibliothek von Paul Sacher gegründet. Mit der einige Zeit später einsetzenden systematischen Erweiterung der Bestände wandelte sich diese Aufgabe. Mit rund 120 Nachlässen und Sammlungen von bedeutenden Komponistinnen und Komponisten und Interpreten bildet die Stiftung heute ein internationales Forschungszentrum für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die Hauptaufgabe der Paul Sacher Stiftung besteht in der optimalen Konservierung und Erschliessung der Quellenbestände. Darüber hinaus ermöglicht und fördert sie die wissenschaftliche Erforschung des Archivguts durch Bereitstellung der Dokumente vor Ort. 

Das Haus am Basler Münsterplatz ist mit mehreren Lesesälen, Magazinen und einem für die Archivierung der Originaldokumente bestimmten klimatisierten Kulturgüterschutzraum ausgestattet. Auch eine umfangreiche Fachbibliothek zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts wurde aufgebaut, die wie die zugehörige Phonothek und die Videothek laufend ergänzt wird und so die einschlägige Fachliteratur im Haus verfügbar macht. Mit eigenen Forschungsprojekten und Publikationen beteiligt sich die Stiftung selbst an der wissenschaftlichen Erforschung und Aufarbeitung ihrer Bestände.

Weitere Infos unter paul-sacher-stiftung.ch

Vermittlungsarbeit

Die «Basel Composition Competition» setzt sich zum Ziel, umfassende Vermittlungsarbeit im Zusammenhang mit Neuer Musik zu leisten. Schülerinnen und Schülern soll durch den Einblick in die Erarbeitungsprozesse sowie durch den Kontakt mit den Komponistinnen und Komponisten, Musikerinnen und Musikern ein Zugang zur Neuen Musik ermöglicht werden. Im Rahmen eines Patenschaftprojekts soll jeweils eine Schulklasse einem der zehn Nominierten zugewiesen werden, die/der diese im Vorfeld in ihr/sein Werk einführen soll.

Auf diese Weise soll zwischen den Schulklassen und der Komponistin oder dem Komponisten eine Identifikation stattfinden, und die Schülerinnen und Schüler sollen dazu animiert werden, bei den Konzerten «ihr» Werk mit den anderen zu vergleichen.

Interessierten Lehrpersonen senden wir gern weitere Informationen zur Teilnahme am Patenschaftsprojekt zu. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit unserem Projektmanager Beat Kunz auf: beat.kunz@baselcompetition.com.

Kontakt

Basel Composition Competition
c/o Artistic Management GmbH
Byfangweg 22
CH-4051 Basel

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Verantwortlich für den Inhalt:

Artistic Management GmbH, Byfangweg 22, CH 4051 Basel

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Bankverbindung: Credit Suisse AG 
SWIFT/BIC: CRESCHZZ80A
IBAN CH63 0483 5006 2741 1100 2

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